Montag, 14. Mai 2012

1. JRMIP-Congress


Im Rahmen der 7. Berliner Biennale fand der erste Kongress des Jewish Renaissance Movement in Poland statt. Ich hatte den Auftrag, den Kongress zeichnerisch zu dokumentieren. Hier ein paar Bilder, die dabei entstanden sind:











Freitag, 23. März 2012

Passengers

Vielleicht kennt Ihr das: Ihr wartet auf den Zug oder Bus oder so, und aus Langeweile beobachtet Ihr die Leute, die das sonst noch so herumstehen. Und dann fällt euch plötzlich ein, dass Ihr letztens erst in der Zeitung etwas über ein Verbrechen gelesen habt. Ihr schaut den Mann an, der ein paar Meter weiter steht, und denkt euch: „Der sieht schon irgendwie fies aus. Vielleicht hat der was mit diesem Verbrechen zu tun“. 
„Passengers“ ist ein kleines interaktives Experiment, das genau solche Gedankengänge beschreibt. Einfach aufs Bild klicken und ausprobieren. 
 

Donnerstag, 8. März 2012

Ich war mal wieder in Mannheim. Das Wetter war gut, also konnte ich ein bisschen herumlaufen und zeichnen.




Montag, 20. Februar 2012

Rom

Ich war letztens eine Woche in Rom. Bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 20 Grad konnte man wunderbar im Freien zeichnen. (Na gut, es waren eher so 7-10 Grad, aber im Vergleich zu den Temperaturen in Berlin ist das schon ganz schön warm). 


Irgendwann habe ich in einem Kunstbedarfshandel einen erstaunlich günstigen Reise-Aquarellkasten gefunden. Der Besitzer des Ladens war zwar der unfreundlichste Mensch, dem ich bisher begegnet bin (außer auf dem Finanzamt vielleicht), ich hab den Farbkasten aber trotzdzem gekauft.


















Leider wurde gegen Ende das Wetter schlechter und ich musste mich in die sauteuren Cafés und Restaurants von Rom flüchten. Irgendwann hatte ich genug von Cappuchino und Wein und bin in einen Irish Pub gegangen. Eigentlich bin ich kein großer Fan solcher Läden, aber ich wollte endlich mal ein vernünftiges Bier trinken (nein, ich meine nicht diese britische Plörre), und dort hat mich ein Ire auf einen Special Coffee eingeladen. Das ist Espresso mit einem Schuss Sambuca. Klingt fies, ist aber ziemlich lecker. Wenn ihr das mal irgendwo seht, bestellt euch ne Tasse. Das Zeug wärmt schön auf :) 


Donnerstag, 26. Januar 2012

Im vergangenen Sommer hatte ich die Gelegenheit, den Designer und Herausgeber der Freistil-Reihe Raban Ruddigkeit zu interviewen. Das folgende Gesprächsprotokoll basiert auf den Notizen, die ich während unseres Telefonates am 29.07.2011 gemacht habe.

In der Presse war in den letzten Jahren immer wieder mal von einer „Renaissance der Illustration” die Rede. Auch Sie haben in Interviews schon mehrfach von einer Wiederkehr der Illustration gesprochen. Woran machen Sie das fest?
In erster Linie an eigenen Beobachtungen. Es scheint seit einigen Jahren immer mehr Magazine zu geben, die Illustrationen veröffentlichen. Auch scheinen vor allem neue Marken Zeichnungen zur Selbstdarstellung und in ihrer Werbung zu benutzen. Diese Tendenz ist jedoch vor allem quantitativer Natur. Das heißt, es gibt zwar immer mehr Illustrationen, aber die Auftraggeber stellen nicht unbedingt mehr Geld dafür zur Verfügung. Meiner Erfahrung nach sind die Preise, die für eine Zeichnung gezahlt werden, in den letzten Jahren stark gesunken.

Woher kommt denn dieser Trend hin zur Illustration?
Ich denke, das liegt vor allem an neuen technischen Entwicklungen im Bereich der Grafikprogramme und der Digitalfotografie. Es ist mittlerweile sehr einfach geworden, ansprechende Grafiken zu erstellen. Dazu kommt, dass sich mittlerweile eigentlich jeder eine Digitalkamera leisten kann und damit nette Fotos schießen kann. Bilder, die auf diese Weise entstehen, haben jedoch häufig etwas glattes und unpersönliches. Zeichnungen wirken direkter, persönlicher und emotionaler. Sie erzeugen eine größere Nähe und das wird in vielen Fällen gewünscht.
Aber allgemein kann man auch feststellen, dass immer mehr Bilder publiziert werden. Dabei geht mit einer immer stärkeren Ausdifferenzierung von Darstellungsweisen einher. Da ist es logisch, dass auch mehr Illustrationen zu sehen sind.

Haben Sie den Eindruck, dass es auch im Bereich der Bildreportage eine Wiederkehr der Illustration gibt?
Nein, tut mir leid, mir ist nichts dergleichen aufgefallen. Ich denke aber, dass es da Potenzial gibt. Allerdings müssten erstmal viele junge Illustratoren an solchen Themen arbeiten und sich sich durchsetzen, bevor sich so etwas etablieren kann.

Das Internet bietet die Möglichkeit, Bilder auf kostengünstige Weise zu publizieren. Denken Sie, dass digitalen Medien darüber hinausgehende Potenziale für die Illustration bieten?
Absolut. Ich wundere mich, wie wenig beispielsweise das iPad für die Veröffentlichungen von Zeichnungen genutzt wird. Mittlerweile kann ja eigentlich jeder Apps herstellen und anbieten. Junge Illustratoren könnten Problemlos neue und innovative Magazine oder Anwendungen herausbringen. Aber komischerweise macht das kaum jemand.

Was sollte ein guter Illustrator heutzutage können? Was sind aktuelle Herausforderungen?
Auf solche Fragen nenne ich immer wieder gern die großen drei Gs. Ein Illustrator muss gute Ideen haben. Dann muss er in der Lage sein, das Bild gut umzusetzen. Handwerkliches Können ist eine absolute Grundvoraussetzung. Und schließlich muss er ein gutes Benehmen haben. Er muss sich auf Veranstaltungen präsent sein, er muss zu eigenen Parties oder Ausstellungen einladen und er muss dabei eine große Sozialkompetenz aufweisen. Illustratoren, die ausschließlich in ihrem Studio sitzen und auf Anrufe warten, kommen nicht weit. Denn diese Anrufe werden nicht kommen.

Reportagezeichnung in digitalen Darstellungsformen



 Vor einigen Tagen veröffentlichte das Melton Prior Institut einen Artikel, den ich zum Thema „Reportagezeichnung in digitalen Darstellungsformen“ geschrieben habe. Der Artikel findet sich hier.

Warschau, Praga